Hochkonjunktur für Fake News und Propaganda

Im kommenden Jahr steht die Bundestagswahl an: Der Wahlkampf ist nicht gerade die Zeit, in der übertrieben differenziert wird, sondern es wird zugespitzt was das Zeug hält –  Disziplinen, in denen die AfD geübt ist, sie dürfte erneut voll auf das Thema Flüchtlinge setzen. Dabei kann sie auch noch auf Schützenhilfe durch einen neuen medialen Akteur hoffen: Breitbart-News aus den USA. Dort war die Nachrichten- und Medienseite zuletzt in aller Munde – und einer ihrer Köpfe, Stephen Bannon, ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Berater des designierten US-Präsidenten Donald Trump aufgestiegen.

Breitbart-News ist bereits in den USA, Großbritannien und Israel präsent. Im November, nach Trumps Triumph in den USA, kündigten die Verantwortlichen an, nach Frankreich und Deutschland expandieren zu wollen. Zwar ist noch unklar, wie viel Geld konkret investiert werden soll – doch es erscheint durchaus denkbar, dass Breitbart-News zur zentralen Plattform der zwar lautstarken, aber bislang auch recht zersplitterten rechten Medienwelt aufsteigen könnte – immerhin stehen hinter dem Medienprojekt, das die Welt verändern will, potente private Geldgeber. Und durch Trump-Berater Bennon verfügt man sogar über einen direkten Draht ins Weiße Haus – während rechtspopulistische Akteure in Deutschland mühevoll versuchen, lohnende Beziehungen nach Russland aufzubauen.

Mein Text über die rechte Anti-Globalisierungsbewegung, die sich globalisiert.