Der Abstieg der NPD

Vor zehn Jahren galt die NPD als echte Bedrohung: Die Partei zog in Parlamente ein und provozierte gezielt Schlagzeilen. Doch die Masche zieht nicht mehr – und die NPD dürfte vorerst in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Nun muss die NPD auch ihre Fraktionsbüros im Schweriner Schloss räumen, der Partei verbleiben lediglich Sitze auf kommunaler Ebene – sowie ein Mandat im Europaparlament, wo Ex-Parteichef Udo Voigt als fraktionsloser Abgeordneter gegen Einwanderung, die Sanktionen gegen Russland sowie gegen die EU an sich arbeitet – und wohl auf bessere Zeiten für seine Partei hofft.

Sollte nämlich das Verbotsverfahren noch scheitern, könnte die Partei im rechtsradikalen Milieu wieder an Attraktivität und Einfluss gewinnen. Bis dahin versucht man durch gezielte Provokationen zumindest Lebenszeichen zu senden – und, so betonen es viele Beobachter, totgesagt war die NPD schon des Öfteren.

Mein Beitrag bei tagesschau.de.