Verwirrung um Dokumentationsstelle Rechtsextremismus

Warum Salzborn die Uni verlassen und nicht die geplante Dokumentationsstelle zum Rechtsextremismus und Islamismus aufbauen soll, so wie es mit dem Land Niedersachsen offenbar abgestimmt war, bleibt unklar. Der Fachschaftsrat vermutet eine politische Motivation. Die Entscheidung reihe sich ein in „eine Kette von Entscheidungen des Präsidiums, die zulasten der Sozialwissenschaftlichen Fakultät gehen“. Auch das Jüdische Forum in Berlin forderte über den Kurznachrichtendienst Twitter, die Professur von Salzborn solle verlängert werden. Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland bedauerte es „sehr, dass ein auf dem Gebiet der Antisemitismus-Forschung ausgewiesener Fachmann nicht weiter die Möglichkeit erhält, an der Universität Göttingen zu lehren“. Der Vorsitzende Josef Schuster erklärte gegenüber dem NDR, man halte die Entscheidung „gerade im Hinblick auf den zu beobachtenden Rechtsruck in der Gesellschaft für falsch“.

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