Bernd Lucke will nicht erkannt haben, in welchem Umfang Mitglieder in die Partei geströmt seien, die aus der AfD eine „Protest- und Wutbürgerpartei“ machen wollten. Scheinbar selbstkritisch räumt der AfD-Mitbegründer diesen „Fehler“ ein. Vielleicht sollte Lucke sich aber daran erinnern, dass er genau dieses Milieu umworben hat – und die AfD nie für weltoffene oder politisch liberale Positionen stand, so wie er es nun der Öffentlichkeit verkaufen will.

Erinnern wir uns: Im Mai 2013 kündigte Lucke im „Handelsblatt“ an, auch auf Stimmen vom rechten Rand zu setzen. „Grundsätzlich ist es gut, wenn jemand uns wählt und nicht die NPD.“ Im Einbinden rechter Protestwähler sah er eine Funktion der AfD, denn diese seien nicht von vornherein extremistisch. „Ohne uns“, so der damalige AfD-Chef, „gäbe es die Gefahr, dass enttäuschte Wähler, die eigentlich gar nicht rechts sind, aus Protest extremistische Parteien wählen“. Weiterlesen bei tagesschau.de.

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