Zwischen Aleppo und Hoyerswerda

In Syrien geht das Morden weiter. Angeblich setzte das Assad-Regime erneut geächtete Waffen ein. Die Menschen, die die Fahrt über das Mittelmeer überleben, werden im „christlichen Abendland“ von Rassisten bedroht. Ein Tag im Juni 2015.

Die syrische Regierung geht nach Angaben von Aktivisten weiter mit international geächteten Waffen gegen die Rebellen vor. Wie die Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mitteilte, kamen bei neuen Luftschlägen auf das von Rebellen beherrschte Umland von Aleppo, Teile der Altstadt sowie Gebiete in der Provinz Hama mindestens 33 Menschen ums Leben – darunter viele Kinder. Dabei seien unter anderem Fassbomben eingesetzt worden – Behälter, die mit Sprengstoff und Metall gefüllt sind. Laut Human Rights Watch gibt es aus der Provinz Idlib erneut Hinweise auf einen Einsatz chemischer Waffen.

(Frankfurter Rundschau vom 03. Juni 2015)

Die griechische Küstenwache hat in der Ägäis mehr als 1300 Flüchtlinge innerhalb der vergangenen zwei Tage aufgegriffen. Allein auf der Insel Lesbos kamen nach offiziellen Angaben mehr als 700 Menschen an. Die Lage sei Berichten der örtlichen Medien zufolge dramatisch – die Flüchtlinge können längst nicht mehr untergebracht werden.

Hunderte Migranten erreichten auch die Inseln Samos, Kos, Inousses und Chios, teilte die Küstenwache mit. Migrantenfamilien benutzten sogar Mülltonnen mit Rädern, um ihre Kinder von der Küste zu den nächsten Aufnahmestellen zu bringen, berichteten Medien der Insel Lesbos.

(Spiegel Online vom 03. Juni 2015)

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch einen Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Hoyerswerda verübt. Nach Polizeiangaben warfen sie einen Behälter mit brennbarer Flüssigkeit in Richtung der Notunterkunft, in der sich zu diesem Zeitpunkt 27 Asylbewerber aufhielten. Der Brandsatz prallte aber von der Rückseite der Turnhalle ab und fiel auf die Straße. Ein Wachmann löschte den Molotowcocktail. Das Operative Abwehrzentrum der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Es vermutet ein fremdenfeindliches Motiv.

(MDR vom 03. Juni 2015)

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