Antifaschismus von rechts

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“ Oder auch kürzer: „Der neue Faschismus wird sagen, er sei der Antifaschismus“ – diese Kalenderweisheit für Forentrolle ist bereits in dieser oder ähnlicher Formulierung Zehntausendfach im Netz wiederholt worden.

Ob der angebliche Urheber Ignazio Silone diesen Satz tatsächlich so geäußert hat, lässt sich nicht wirklich zweifelsfrei belegen. Von Intention und Kontext wollen wir gar nicht erst anfangen. (1) Dennoch gehört diese „Wahrheit“ mittlerweile fest zu der Diskussionssimulation im Netz: Sie reiht sich ein und passt perfekt zu anderen „Fakten!“, mit denen eine bestimmte Realität mit einem absoluten Anspruch definiert werden soll.

„Die Drohungen sind real“

Zu den Merkmalen dieser Definitonsstrategien gehört es, anderen genau das vorzuwerfen, was man selbst tut – bzw. abzuverlangen, was man selbst nicht tut: Das Einfordern von Objektivität beispielsweise – während man selbst gnadenlos selektiv Artikel, Informationsfetzen und Zitate heraussucht, die das eigene Weltbild scheinbar oder tatsächlich stützen. Ähnlich verhält es sich mit der Forderung nach „echter“ Meinungsvielfalt sowie „offener“ Diskussionskultur: In vielen Foren und Netzdiskussionen gehört es zum schlechten Ton, ständig über angebliche Zensur zu klagen und eine fehlende Ausgewogenheit zu kritisieren, gleichzeitig lassen die Meister der Wortergreifung keinerlei Widerspruch zu oder beleidigen Menschen mit anderen Meinungen geübt und wortreich.

Durch rabiate Sprache, subtilen wie offenen Drohungen werden Andersdenkende bestenfalls abgeschreckt und wahrscheinlich eingeschüchtert, auch wenn man sich das nicht eingestehen möchte. „Die Drohungen sind real“, brachte es Anne Wizorek auf den Punkt, „und die Ängste sind es auch“. (2)

Struktureller Faschismus

Sinn einer Diskussion ist es eigentlich, die Meinungen und Beiträge anderer TeilnehmerInnen wahrzunehmen und in die eigene Argumentation einzubauen, indem man auf die Gedanken eingeht und begründet, warum sie bedenkenswert, falsch oder schlicht Unsinn sind. In Zeiten von Sarrazin und „Das ist Fakt!“-Sagern ein fast schon naiv wirkender Zugang, oder? Klaus Theweleit bringt die fatale Entwicklung der rechten Diskussionskultur auf den Punkt, wenn er schreibt:

Die „Beweisrede“, die nichts anderes weiter sein will als eine Beweisrede des „Rechthabens“ im eigenen Standpunkt und nichts weiter im Schilde führt als eben diese Rechtfertigung der eigenen Handlungen, ist gewalttätig. […] Wer eine Stunde lang redet, um eigene Standpunkte zu untermauern und seine Handlungen zu rechtfertigen, ist strukturell ein Faschist; unabhängig davon, was er „inhaltlich“ sagt. (3)

Insbesondere im Netz hat sich eine willkürliche Definition von Meinungsfreiheit ausgebreitet, die keine klaren Grenzen kennt – außer die eigene Norm: Und so werden Beleidigungen und Diskriminierungen gegen unliebsame Minderheiten zu legitimen „Meinungen“ umgedeutet, die sie eben aber nicht sind.

Diese Phänomene und Prozesse waren nie und bleiben nicht auf das Netz beschränkt – weil keine Trennung von virtuellem und realen Leben existiert. Der öffentliche Raum im Reallife liegt allerdings oft brach – und im Netz tobt eine Schlacht darum, wer wo was noch sagen kann. Nicht, weil der „böse“ Staat überall zensieren würde, sondern weil faschistischer Hatespeech Minderheiten – seien es Feministinnen, Juden, Schwarze, Muslime, Homosexuelle, Sinti – die sich im neuen digitalen öffentlichen Leben äußern und vielleicht sogar Gehör verschaffen, wieder verdrängen und zum Schweigen bringen soll: durch Drohungen und Pöbeleien. Es geht um Defintionsmacht sowie Hegemonie. Und Ruhe.

Der „Sturm auf den Reichstag“

Die neurechten politischen Milieus, die sich im Netz gefunden und teilweise weiter radikalisiert haben, fordern aber auch zunehmend im „realen“ Leben die demokratische Öffentlichkeit heraus: Am 9. Mai war es eine Front aus Verschwörungsfreaks, klassischen Rechtsextremen und anderen politischen Irrlichtern, die zum „Sturm“ auf den Reichstag blasen wollten. Der Sturm fiel aus: Rund 350 Gestalten fanden sich in Berlin ein; zuvor hatten Zehntausende Facebook-Profile ihr Kommen angekündigt.

"Sturm auf den Reichstag" (Copyright: Oliver Feldhaus)
„Sturm auf den Reichstag“ (Copyright: Oliver Feldhaus)

Auch wenn der Sturm ein laues Lüftchen war: Die demokratische Gesellschaft wird sich weiter mit diesem Milieu beschäftigen müssen. Wir erleben derzeit eine Phase des Experimentierens; ob Mahnwachen, Hogesa, Endgame oder auch die zahlreichen -gidas: Die Freunde des strukturellen Faschismus zeigen einen beachtlichen Einfallsreichtum, was die Namen und Aktionsformen sowie Bündnisse angeht.

Und wie auch immer sich das Kind gerade nennt: die Feindbilder all dieser Grüppchen und Einzelkämpfer mit imaginärer Armee im Hintergrund gleichen sich: So wie auch für den selbst erklärten Tempelritter und dutzendfachen Mörder Anders Breivik steht der Feind im Westen (auch wenn der Feind gleichzeitig im Nahen Osten verortet wird); der norwegische Rechtsterrorist schrieb in seinem Copy-and-Paste-Manifest vom Kampf gegen die Elite aus Liberalen und Kulturmarxisten, die sich zum Komplizen der „Islamisierung“ gemacht hätten, bzw. diese erst eingeleitet hätten.

Gemeint ist damit die multikulturelle oder multiethische Gesellschaft – vor allem in den Großstädten, gemeint sind „Gutmenschen“, die für die Rechte von Minderheiten eintreten und gemeint sind Liberale sowie Progressive, die eine kosmopolitische Zukunft anstreben.

„Ethnischer Protektionismus“

Mit diesen Feindbildern knüpfen Breivik, der NSU aber auch islamistische Fanatiker (wobei hier die völkische Komponente keine Rolle spielt, die Kategorisierung von Freund und Feind wird anders konstruiert) nahtlos an den historischen Faschismus an. Breivik versucht diese Einordnung auszuhebeln, indem er schreibt, er orientiere sich an Japan oder den asiatischen Tigerstaaten, die sich gegen Masseneinwanderung und für einen „ethnischen Protektionismus“ entschieden hätten – und dennoch wirtschaftlich höchst erfolgreich seien.

Andere Rechtsradikale verweisen auf das Modell von Viktor Orban in Ungarn oder eben Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Und gerade das Bündnis mit Russland gegen den Westen ist zum geeigneten Taschenspielertrick geworden, um sich als Kämpfer gegen den „westlichen Imperialismus und Faschismus“ zu gerieren. Anetta Kahane merkte zum 9. Mai treffend an: „Alle, die Putins Selbstherrlichkeit gegenüber den westlichen Demokratien bejubelten, seien zu Siegern geworden – „einschließlich der neuen Nazis“.“ (4)

Von ehemaligen Elchen

Übrigens war der eingangs erwähnte Silone keineswegs ein dogmatischer Sozialist, er wurde beispielsweise mit dem Jerusalem-Preis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft ausgezeichnet. Für alle die, die ausschließlich Fakten verkünden, vermeintlich unpolitische Objektivität auf Basis des „gesunden Menschenverstands“ einfordern und sich auf den italienischen Antifaschisten berufen, bleibt das sicherlich nebensächlich. Aber es ist zentral: Wer für die universellen Menschenrechte eines jeden einzelnen Menschen eintritt, handelt antifaschistisch – nicht der, der besonders laut Linksfaschist, Feminazi oder SAntifa brüllt. So gesehen passt das angebliche Zitat Silones ironischerweise doch ganz gut, um politische Phänomene der Gegenwart zu beschreiben…

(1) Siehe auch: Wikipedia zu Silone
(
2) Anne Wizorek am 6. Mai 2015 auf der Republica in Berlin
(3) zitiert nach: Klaus Theweleit: „Das Lachen der Täter: Breivik u.a.“, S. 140
(4) Berliner Zeitung vom 10. Mai 2015

12 Kommentare zu „Antifaschismus von rechts

  1. Leider ist Ihre Analyse ebenfalls tendenziös und man könnte sogar den Vorwurf, den Sie erheben, gegen Sie selbst wenden. Allerdings ist das typisch für diese Art von unproduktiver Argumentation.

    Als Beispiel für die These, das „Antifaschismus“ von rechts benutzt wird, um Andersdenkende verbal zu unterdrücken, wird ganz schnell auf die „Pegida/Mahnwachen/etc.“-Bewegung verwiesen, eine beliebte Masche von Journalisten.

    Gleichzeitig wird offensichtlich, dass es „nur“ wenige Hundert waren, die demonstrierten, also eigentlich keine ernstzunehmende politische Kraft.

    Die vielen sehr verschiedenfarbigen Äußerungen im Netz dagegen, z.B. von Leuten, die keine „kosmopolitische Zukunft“ wollen oder die für Putins „multipolare Weltordnung“ ein gewisses Verständnis haben, werden jetzt alle einfach in den Topf „Pegida“ geworfen und damit einer imaginären „Rechten“ zugeordnet.

    Da ist man nicht mehr weit davon entfernt, z.B. „Der Linken“ auch Rechtspopulismus zu unterstellen, weil sie „globalisierungskritisch“ also „anti-kosmopolitisch“ ist.

    Tatsächlich richtet sich die Kritik im Netz aber immer mehr gegen die Auswüchse der „Globalisierung“ und die damit verbundenen „post-demokratischen“ Entwicklungen. Ein Thema, das für Mainstream-Journalisten offensichtlich tabu ist (bis auf ein paar Alibi-Protagonisten und Projekte zu sehr später Sendezeit). Nachweise dafür gibt es im Netz zuhaufe.

    Diese berechtigte Kritik wird demnach kategorisch und undifferenziert auf diese Weise bequem entsorgt, wie auch Ihr Artikel bestätig, denn sonst hätten sie diesbezüglich differenziert.

    Das Schema, dass Sie hier anwenden, ist zu simpel, um wirklich glaubwürdig ein angeblich zunehmendes schlimmes Phänomen im Netz zu treffen.

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  2. Hallo Patrick,

    vielen Dank für die äußert präzise und treffende Analyse eines „Phänomens“, das von allzu vielen Web-Usern zwar wahrgenommen wird, oft mit Verärgerung, Empörung oder Wut, aber i.d.R. nur zu Resignation, Frustration, Angst und Rückzug DER Stimmen führt, die einen produktiven Diskurs noch zu schätzen wissen. Denen an einer humanistisch orientierten Diskussionskultur mit zielführendem Ausgang in den Threads liegt.

    Leider ist es nicht leicht, gegen den Strom der Verharmlosung dieser Tendenz, dieses Trends anzukämpfen, meist wird man/frau verlacht, verhöhnt, verspottet und oft auch bedroht oder zumindest diffamiert und diskreditiert, wenn man die von Ihnen herausgearbeiteten Positionen vertritt.

    Die Wortergreifungs- und „Welt-auf-den-Kopf-stellen-Strategien“ funktionieren leider perfide gut, es ist sehr leicht so fast jedes Thema zu „hi-jacken“ und die „verbale Lufthoheit“ an sich zu reißen.

    Gerade in den „Sozialen Netzwerken“, wo ja u.a. die Geburtsstunde von PEGIDA & Co. stattfand, lange bevor sie im RL für Aufsehen und Beunruhigung sorgte, sind die Hass- & Hetz-Seiten die WÖCHENTLICH neu erscheinen fast nicht mehr zu zählen. Unsere Recherchen lassen einen jedes mal erschaudern, wie omnipräsent dieser Stil, der giftige Tenor, der infame „Inhalt“ und die clevere Stoßrichtung geworden sind.

    Hinzukommt, dass die verantwortlichen Betreiber, die Admins, selbst gröbste Verstöße gegen die NUB (Nutzungsbedingungen) gerade im Bereich der Schmähkritiken, Verleumdungen, üble Nachrede, bewusste DES_informationen, der Hetze und der Diffamierung Anderdenkender, bis hin zu Drohungen mit Gewalt oder gar offene Todeswünsche (!!) auf übelstem Niveau, so gut wie nie ahnden. Eine nackte Brust oder nur der Nippel davon auf einem Foto dagegen schon! Perversion pur. Das Kalkül der „Agitatoren“ geht leider zu oft auf.

    Kurzum, Ihr gut begründeter Artikel ist uns eine große Hilfe in der Flut von Verharmlosungen und Verdrängungen, in der die Mahner und Warner fast untergehen. Wir erleben nämlich bereits einen latent vorhanden Faschismus, der in Teilen bereits wieder in der „bürgerlichen Mitte“ angekommen ist.

    Aber faschistoides Gedankengut ist KEINE Meinung, es ist ein Verbrechen!

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  3. Sehr geehrter Herr Gensing,

    aufgrund des Bildes mit der Unterschrift „Sturm auf den Reichstag“ muss ich einfach mal nachfragen: Ist dieses Bild gestellt? Sind die Leute, die darauf zu sehen sind, wirklich die, die man mit Begriffen wie Neurechte usw. versieht? Was mich stutzig macht, ist schon mal die Tatsache, dass die martialisch dreinschauende Truppe dem eigentlichen Geschehen den Rücken zuwendet, denn der Reichstag und die „Hüpfburg“ aus der auch Herr Elsässer gesprochen hat, ist hinter diesen Leuten.

    Nach meinem Empfinden würde das auch schön mit dem Video zusammenpassen, auf das ich durch Frau Ditfurth via Facebook aufmerksam geworden bin. Da redet Herr Elsässer, und dann applaudiert das Publikum, aber die Menschen, die direkt vor dem Zelt stehen, die zeigen kaum Reaktionen. Mich würde es nicht wundern, wenn die Leute auf dem Foto genau dieselben sind, die auf dem Video überschwänglich Beifall klatschen.

    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin, was Ihren Text angeht, sehr bei Ihnen. Als Mensch, der sich irgendwo mitte-links einordnet, in diesen unübersichtlichen Zeiten aber Orientierung sucht, würde es mich jedoch anwidern, wenn ich feststellen müsste, dass nicht nur rechts manipuliert wird, sondern auch links. Damit kann man „politische Irrlichter“ auch produzieren. Ich glaube nicht, dass das Ihre Absicht ist, aber das Foto, das Sie für Ihren Text verwendet haben, bringt mich zu solchen Überlegungen.

    Herzlichst,
    Ilona Kasparov

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    1. Hallo.

      Das Bild ist echt, wie soll man sowas denn auch stellen? Bei Oliver Feldhaus werden Sie weitere Fotos finden – mit ähnlichen Gestalten drauf.

      Grüße
      PG

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  4. Zum Thema „Zensur“ in Internetforen oder bei Leserkommentaren der Zeitungsportale:

    Diejenigen, die dort „Zensur“ vermuten oder unterstellen, verwechseln staatliche Zensur mit redaktioneller Entscheidung.

    Ein Staat, der Zensur übt, unterbindet öffentiche Meinungsäußerungen (vergl. GG Art. 5 Sätze 1 und 2) mit den Mitteln, die einem Staat / den staatlichen Organen zur Verfügung stehen.

    Wenn hingegen eine Zeitungsredaktion oder der Betreiber einer Website mit Kommentarfunktion einen unaufgefordert eingesandten Leserbrief oder Leserkommentar nicht veröffentlicht, dann ist das eine redaktionelle Entscheidung.

    Der Einsender des Kommentars hat schließlich die Möglichkeit, seinen Text auf seiner eigenen Website zu veröffentlichen (mit Impressum), er kann ihn auf Zettel schreiben und diese an Leute verteilen, die sie entgegennehmen wollen, er darf sich in Fußgängerzonen stellen und dort Reden halten, darf Bücher schreiben …

    Siehe auch «Speaker’s Corner»; http://www.wissenbloggt.de/?p=25838

    Eckhardt Kiwitt, Freising

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      1. Dem Islam als einer totalitären Ideologie und einem despotischen System stehe ich nach wie vor kritisch gegenüber (siehe meine Website).

        Von PI und dem ganzen Umfeld habe ich mich allerdings schon vor ein paar Jahren getrennt.

        Danke übrigens, dass Sie den Mut haben, sich hier anonym zu Wort zu melden.

        Eckhardt Kiwitt, Freising

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  5. Dem Islam als einer totalitären Ideologie und einem despotischen System stehe ich nach wie vor kritisch gegenüber (siehe meine Website).

    Von PI und dem ganzen Umfeld habe ich mich allerdings schon vor ein paar Jahren getrennt.

    Danke übrigens, dass Sie den Mut haben, sich hier anonym zu Wort zu melden.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

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  6. „Definitionsmacht“, „Hegemonie“, „Feindbilder“, „enthnischer Protektionismus“ u.a. zentrale Begriffe innerhalb des obigen Artikels, sie berschreiben sehr zutreffend u. angemessen die aktuelle Realität gewisser Trends u. Tendenzen des gesellschaftlich – kommunikativen Geschehens allgemein. Breivik macht zugespitzt extrem deutlich, worum es geht : Es formuliert sich sowas wie “ ETH I S C H E R P R O T E K T I O N I S M U S „, der von Anfang an in sich trägt u. dann auch offensiv bis aggressiv nach außen hin ( nach je anderen Seiten hin ) in Wort u. Tat zu erreichen sucht, daß seine expansionistischen, seine übergriffigen bis verdrängend – vernichtenden Implikationen seiner “ E T H I S C H E N H E G E M O N I E ( Dominanz) “ zum Tragen kommen. Auf rechtsradikaler Seite wird besonders deutlich, was z T. auch in anderen gesellschaftlichen Teil – Gruppierungen zu sowas wie einer „kulturell – kommunikativen Selbstverständlichkeit“ geworden ist, nämlich daß die je andere Seite ( oder die von der je anderen Seite vetretene “ Sache“ ) „ja sowieso einen negativen bis bösarigen“ Charakter besitzt. Das innerste ethische
    Gefühl des Unrechten ist es, diese Art so nuancierter / akzentuierter innerster Gewißheit ist es, die extrem selbstgerecht sich breit zu machen versucht. Und welche Art Indivviduen u./od. politische Gruppierungen ( ob rechts, links oder sonstwo ) auch immer das D I S K U R S I V – D I A L O G I S C H E Prinzip verletzten, da muß / müssen sofort Diskussionsteilehmer / – innen darauf hinweisen und dieses unterbinden ! ! ! Ansonsten werden sich die zunehmend verroht – aggressiven, die über Sprache transportierten persönlichen Pöbeleien, Herabsetzungen, die (zunächst) verbalen Nichtungs – Strategien zunehmend in konkreten Tat – Mustern dann fortsetzen.

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