Als braun-weißer Hamburger möchte ich angesichts der sportlichen Lage beim FC St. Pauli gar nicht die Personalentscheidungen des HSV kommentieren – vor allem, weil andere schon so treffende Dinge gesagt haben. Eine Auswahl.

 

Schon von 2009 bis April 2010 war Bruno Cheftrainer beim HSV. Im September wäre er um ein Haar bereits Nachfolger von Mirko Slomka geworden – doch kurz vor der Einigung entschieden sich die HSV-Bosse doch für Joe Zinnbauer (44), der den Job mittlerweile wieder los ist. (Bild.de)

In der Sommerpause 2009 wechselte Labbadia als Nachfolger von Martin Jol als Cheftrainer zum Hamburger SV. Die Saison 2009/2010 verlief ähnlich wie die vorangegangene in Leverkusen: Nach starkem Beginn rutschte der Verein in der Rückrunde aus dem oberen Tabellendrittel ins Mittelfeld ab. Am 26. April 2010 trennte sich der HSV drei Spieltage vor Ende der Bundesligasaison von Labbadia.

Am 12. Dezember 2010 wurde Labbadia neuer Cheftrainer beim VfB Stuttgart. Er verlängerte seinen Vertrag mit dem VfB am 30. Januar 2013 bis Ende Juni 2015. In der Saison 2012/13 erreichte er mit Stuttgart das Finale im DFB-Pokal, das mit 2:3 gegen den FC Bayern München verloren wurde. Nach einem schwachen Start in die Saison 2013/14 mit drei Niederlagen trennte sich der VfB am 26. August 2013 von Labbadia. (Quelle: Wikipedia)

Bruno Labbadia ist am Montag vom Hamburger SV entlassen worden, aber es war trotzdem ein guter Tag für ihn, man muss ihm gratulieren. Die Kündigung erlöst ihn von der grausamen Diskriminierung durch seine Spieler, und selbst der extrem ehrgeizige und restlos von sich überzeugte Labbadia wird eines Tages hoffentlich erkennen, dass ihm der HSV-Vorstand einen Gefallen getan hat. […] Aus moralischer Sicht ist es traurig, dass die Spieler für ihr Verhalten belohnt werden. Aber es ist nur Profifußball. Das Team erhält jetzt gegen den FC Fulham seine Chance, Labbadia nimmt seine Abfindung. Bis zum nächsten Engagement sollte er jedoch darüber nachdenken, warum es für ihn in Hamburg genauso schief lief wie zuvor in Leverkusen. Diese beiden Abschnitte seiner Karriere gleichen sich wie Kopien. Auch bei Bayer 04 erreichte das Verhältnis zwischen Trainer und Team Zustände wie in einem Ehedrama von Ingmar Bergmann. (Süddeutsche Zeitung vom 20. Mai 2010)

„Es gab schon 2009 Pläne, ihn [van der Vaart, PG] zurück zum HSV zu holen. Das war aber erst kurz vor Transferschluss. Unser Team war damals bereits komplett. Er passte nicht in mein System. Es wäre ein Fehler gewesen, alles über den Haufen zu werfen. Ich habe aber sicherlich kein Problem mit dem Spieler und dem Menschen. (Labbadia in der Mopo vom 08. März 2013)

11 Freunde: Wie haben Sie Ihre Auszeit verbracht?
Labbadia: Nach meiner Entlassung beim VfB Stuttgart habe ich mich zunächst nur um meine Familie gekümmert und den Fußball ein Stück weit ausgeblendet. Dann begann es nach und nach wieder zu kribbeln, und ich konnte das Private mit dem Job verbinden, indem ich mir viele Spiele und auch einige Trainingszentren anschaute. Beispielsweise habe ich mir mit meinem Sohn einige Spiele in England angeschaut (Interview mit Bruno Labbadia bei den 11Freunden aus dem Dezember 2014)

 

Dietmar Beiersdorfer hat einen erneuten Trainerwechsel beim Hamburger SV ausgeschlossen. „Da gibt es kein Gedankenspiel“, sagte der Vorstandsvorsitzende einen Tag nach der 0:2-Niederlage des HSV gegen den VfL Wolfsburg. (Sport1 am 12. April 2015)

„Mit Bruno Labbadia haben wir einen starken und auch im Abstiegskampf erfahrenen Trainer geholt“, erklärt HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer. (Hamburger Morgenpost, 15.April 2015)

Übrigens geht Thomas Tuchel, dem der HSV nach eigenen Angaben abgesagt, hat, wohl nach Dortmund

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Ein Kommentar zu „Der Hamburger Weg: HSV + Labbadia = Zukunft

  1. Als Hamburger auf Reisen – auch als St. Pauli Fan – ist es halt inzwischen schon sehr peinlich, seine Herkunft preisgeben zu müssen. Der erste Spruch, der dann kommt, ist immer irgendwas mit HSV. Unangenehm.

    Also: Feuer frei. Alles gut.

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