„Identitäre“: Politische Soldaten, die sich Social Media unterwerfen

Auf feste Gruppenstrukturen verzichtet man, die »Identitären« sind eher ein loses Netzwerk, dem sich jeder anschließen kann. Eine Aktionsform, eine Idee, ein Angebot.

Doch letztendlich sind die »Identitären« eher eine Karikatur der flüchtigen Moderne, die sie zu bekämpfen vorgeben: Ihre Aktionen sind nicht nachhaltig oder konstruktiv, sondern ausschließlich darauf angelegt, kurzfristig ein mediales Echo und Aufregung zu erzeugen. Selbsternannte politische Soldaten, die sich den Gesetzen von Social Media unterwerfen. Was bleibt, sind ein paar gestellte Selfies auf Facebook.

Mein Artikel über die „Identitären“ in der Jüdischen Allgemeinen.

Welche Rolle spielt Snowdens Anwalt?

Er hat Oliver Stone dazu gebracht, einen Film über Edward Snowden in die Kinos zu bringen; er ist Sprachrohr und Torwächter des Whistleblowers – und mit besten Kontakten in Moskau ausgestattet. Wer ist der Snowden-Anwalt Kutscherena? Und welche Rolle spielt er in dem neuen Film von Oliver Stone?

Mein Artikel bei tagesschau.de.

AfD-Chefin Petry und der Begriff „völkisch“: Das Sagbare ausweiten

Konrad Adam (links), Frauke Petry und Bernd Lucke bei der Verkündung des Wahlergebnisses der Sprecherwahl beim Gründungsparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) am 14. April 2013 in Berlin (Foto: Mathesar)
Konrad Adam (links), Frauke Petry und Bernd Lucke bei der Verkündung des Wahlergebnisses der Sprecherwahl beim Gründungsparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) am 14. April 2013 in Berlin (Foto: Mathesar)

AfD-Chefin Petry hat einmal mehr für mediale Aufmerksamkeit gesorgt. In einem Interview forderte sie, den Begriff „völkisch“, der eng mit der NS-Ideologie verknüpft ist, positiv zu besetzen. Warum will die AfD solche Begriffe aus dem historischen Giftschrank holen?

Meine Analyse dazu bei tagesschau.de.

Nach Anklam: Punk-Texte in der „Jungen Freiheit“

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Nach den deutlich positiven Reaktionen auf das #Marteria-Konzert in #Anklam schlägt die politische Rechte nun zurück. Die „Junge Freiheit“ nahm sich am 24. August die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ vor und zitiert genüsslich aus alten Angaben des Verfassungsschutzes, der der Band in seinem Bericht mehr Gewicht gab als beispielsweise dem Blood & Honour-Netzwerk oder anderen Neonazi-Organisationen in Mecklenburg-Vorpommern. Auch andere rechte Blogs sprangen darauf an, große Medien haben mittlerweile nachgezogen.

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Vom Netz auf die Straße: Starker Anstieg rechtsextremer Gewalt

Die aggressiven Reden bei den wöchentlich in Halle stattfindenden Montagsdemonstrationen sowie die Hetze gegen Flüchtlinge, zivilgesellschaftliche Akteure und Politiker in sozialen Netzwerken bereiteten den Boden für rechtsextreme Übergriffe, so Hahnel im Interview mit dem MDR: „Diese Hetze wird zumindest von Teilen der Gesellschaft und auch Teilen der Stadt so selbstverständlich angenommen, dass man auch sagt, ja klar, dann ist es doch auch der nächste Schritt nur, der ganz legitime Schritt, Menschen auch anzugreifen.“

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